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Zolpidem (IUPAC: N,N-Dimethyl-2-(6-methyl-2-p-tolylimidazo[1,2-a]pyridin-3-yl)acetamid) ist ein Imidazopyridin Abkömmling, das zu den Z-Drugs zählt und als Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt wird. Es ist die in den USA und Europa meist verschriebene Medikation für diese Anwendungen.

Es wirkt, genau wie Benzodiazepine, am GABAA Rezeptor und erhöht die GABA Konzentration im Hirn.

Konsum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dosierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird in 5 und 10mg Tabletten als Zolpidemtartrat verkauft.

Wirkdauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirkung fängt nach 15-60min an und hält 3-6 Stunden. Die Halbwertszeit im Körper ist 2-3 Stunden, es gibt aber auch verinzelte Berichte von einer Halbwertszeit von 8 Stunden.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In geringen Dosierungen wirkt es normalerweise beruhigend, sedativ und angstlösend. Eine muskelrelaxierende Wirkung tritt erst bei sehr hohen Dosen ein, weswegen es für diesen Zweck nicht verwendet wird.

Bei manchen Patienten kommt es zu einer paradoxen Wirkung, wobei eine starke Wachheit nach dem Konsum von Zolpidem eintritt.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich der von Benzodiazepinen, das Abhängigkeitspotential ist aber geringer. Deswegen werden Z-Drugs auch häufiger als Benzos für Schlafprobleme verschrieben.

Bei hohen Dosierungen kann es zu Halluzinationen, Blackouts und Realitätsverlust kommen.

Legalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zolpidem ist in BtMG Anlage III gelistet, wodurch ein unerlaubter Umgang mit der Droge illegal ist. Die Verschreibung durch einen Arzt bedarf ein spezielles Betäubungsmittelrezept.

Ausgenommen von den BTM-Auflagen sind "Zubereitungen zur oralen Anwendung, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III je abgeteilte Form bis zu 8,5 mg Zolpidem, berechnet als Base, enthalten", worunter auch die üblichen Schlaftabletten mit 10mg Zoplidemtartrat fallen. Diese Tabletten unterliegen also nicht dem BTM, sondern bedürfen nur einer normalen Verschreibung durch den behandelnden Arzt.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwandte Drogen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GABAergika
Wechselwirkung Vertreter Häufige Wirkstoffgruppe
GABA-Agonist GABA, GBL, GHB, Muscimol(Fliegenpilz, Prämuscimol), Phenibut
Barbiturate Hypnotika
(veraltet)
Addiktiva
Barbitursäure, Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Butabarbital, Butalbital, Cyclobarbital, Heptabarbital, Pentobarbital, Phenobarbital, Secobarbital, Vinylbital
Thiobarbiturate
Thialbarbital, Thiobarbital, Thiopental
Z-Drugs Hypnotika
Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon
GABA-Antagonist Thujone(Wermut, Absinth)
GABA-Verstärker Valerensäure(Echter Baldrian), Chloralhydrat, Ethanol(Ethanolische Getränke), Methaqualon, Propofol, Baicalin & Baicalein (Blaues Helmkraut, Baikal-Helmkraut, Sumpf-Helmkraut)
Benzodiazepine Anxiolytika
Sedativa
Hypnotika
Addiktiva
Alprazolam, Bentazepam, Bromazepam, Brotizolam, Clobazam, Chlordiazepoxid, Clonazepam, Clorazepat, Clotiazepam, Delorazepam, Diazepam, Etizolam, Flunitrazepam, Flurazepam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam Phenazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam
GABA-Schwächer Beta-Carboline‎
GABA-Transaminase-Hemmer Rosmarinsäure(Melisse)
Mischkonsum mit
GABAnergika, Uppern, Dissoziativa, Opioiden, Psychedelika
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