Der Ethnobotaniker Terence McKenna stellte in seinem 1992 veröffentlichten Buch "Food of the Gods" die Theorie auf, dass Psilocybinhaltige Pilze eine bedeutende Rolle beim Übergang vom Homo erectus zum Homo sapiens (dem heutigen Menschen) gespielt haben sollen. Dies wird als stoned ape theory bezeichnet.

Ihm zufolge sei die durch Pilze bewirkte verbesserte Seh- und Hörfähigkeit ein entscheidender evolutionärer Vorteil bei der Jagd. Dies hätte weiterhin durch Stimulation die Entwicklung des Gehirns gefördert. Weiterhin hätte es die Menschen sozialer gemacht (Peace drug theory) und so die Entwicklung von Sprache und friedlichen Gesellschaftsformen gefördert. Durch die spirituell-religiösen Erfahrungen seien weiterhin und Kult und Kultur gefördert worden.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der annerkannten Wissenschaft spielt die stoned ape theory keine Rolle und es gibt andere Erklärungsansätze für die evolutionären Veränderungen des Menschen in dieser Zeit.

Nach der Expensive Tissue Hypothesis stehen Hirnvolumen und Darmvolumen evolutionär oft in Konkurrenz zueinander (Beide Organsysteme verbrauchen viel Energie) und das der Wechsel zu qualitativerer Nahrung, einerseits durch Zubereitung von Nahrung mit Hilfe von Feuer und andererseits durch fleischreichere Ernährung, führte dazu das die Verdauung erleichtert wurde und folglich mehr Energie von der Verdauung zur Nervenaktivität verlagert werden konnte.

Die cognitive-buffer hypothesis hingegen sieht das Nervensystem selbst als evolutionären Vorteil, dass es erlaube sich schnell an Veränderungen in der Umgebung anzupassen.

Die Peace drug theory, auf der McKenna teilweise aufbaut, ist selbst umstritten. Von den Azteken, welche ebenfalls Psychedelika konsumierten, ist bekannt das sie eine äußerst kriegerische Kultur darstellten und u.a. Menschenopfer praktizierten. Weiterhin gelten die Ayahuasca-konsumierenden Yanomami als eine der Gesellschaften mit der höhsten Rate an gewaltsamen zwischenmenschlichen Tötungen.

siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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