Als Psychogruppen werden Organisationen oder Menschengruppen bezeichnet bei denen durch unterschiedliche psychische Mechanismen eine sehr starke Bindung der Mitglieder erreicht wird. Der Begriff wird meist als alternative zu "Sekte" oder "Kult" gebraucht, einerseits weil diese Geschichtlich negativ besetzt sind und andererseits weil er auch Gruppen mit einschließst die keine offensichtlichen religiösen Bezug haben (etwa aus dem Umfeld der Human Potential Movement).

Psychogruppen in der Drogentherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Drogentherapie treten Psychogruppen in zwei verschiedenen Arten auf:

  • Einerseits versuchen sich bestehende Psychogruppen in der Drogentherapie zu engagieren. Ein Beispiel hierfür ist etwa Narconon von Scientology, sowie diverse christlich-motivierte Therapie-Angebote
  • Andererseit können (Selbsthilfe-)Therapiegemeinschaften mit der Zeit in Richtung von Psychogruppen entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist etwa der US-amerikanische Zweig von Synanon. Vielen Therapiegemeischaften wurden auch immer wieder vorgeworfen sich an der Grenze zur Psychogruppe zu bewegen, etwa dem Drogen-Rehabilitationszentrum San Patrignano oder den durch das Zwölf-Schritte-Programm gekennzeichneten A-Gruppen (mit den Alcoholics Anonymous als bekanntesten Vertretern).

Psychogruppen die Drogen verwenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im deutschsprachigen gilt die Kirschblütengemeinschaft zuweilen als Psychogruppe. Diese Gruppe bildete sich um den mitlerweile verstobernen Psychotherapeuten Samuel Widmer und praktiziert eine Form von psycholytischer Psychotherapie, d.h. den Konsum von Psychedelika und Entaktogenen zu vermeintlich Therapeutischen Zwecken.

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