Ein Psychedelikum ist eine psychoaktive Substanz, deren primäre Wirkungen die Intensivierung des eigenen Erlebens, Veränderung des Denkens und der Wahrnehmung sind. Intensive Psychedelische Erfahrungen eines Trips mit Psychedelika, werden insbesondere auch mit dem Bewusstwerden unterbewusster Geistesinhalte ("Bewusstseinserweiterung") und tiefen emotionalen oder spirituellen Erlebnissen in Verbindung gebracht.

Psychedelika gelten als die klassischen Halluzinogene. Heute weiß man, dass sie sich pharmakologisch durch einen Agonismus am Serotonin-2A-Rezeptor (5HT2A-Rezeptor) des Nervensystems auszeichnen. Neben den Psychedelika bilden auch noch Dissoziativa und Delirantia Untergruppen der Halluzinogene.

Im Gegensatz zum Rausch von Body Drugs, wie Uppern oder Downern, welche stets ähnliche Bewusstseinsveränderungen hervorrufen, ist der Trip von Head Drugs, wie den Psychedelika, sehr stark von Set (geistige Einstellung und körperlicher Verfassung) und Setting (Umgebung) abhängig, so dass sich die Erfahrungen auf einem Trip stark von Mal zu Mal unterscheiden können.

Terminologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff psychedelisch setzt sich aus griech. ψυχη (psychḗ, „Seele“) und griech. δῆλος (dẽlos, „offenkundig, offenbar“) zusammen, bedeutet somit wörtlich „Seele hervorbringend“, also einen Zustand, in dem „die Seele offenbart“ wird und wurde 1956 vom britischen Psychiater Humphry Osmond, in Zusammenarbeit mit dem britischen Schriftsteller Aldous Huxley geprägt. Dabei sollen Psychedelika den Betroffenen dazu befähigen, unbewusstes Material des menschlichen Geistes zu sichten.[1]

Dies verweist auf die frühe Verwendung in der Substanz-unterstützten Psychotherapie, welche allerdings durch die Kriminalisierung einen starken Einbruch erlebte.

Heutige Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff hat eine gewisse Eigendynamik entwickelt, war er anfangs noch mit der Hippie-Kultur, ihren Head Drugs, ihrer psychedelischen Kunst und ihrer psychedelischer Musik verbunden, so wird heute fast alles, was mit ungewohnten Bewusstseinszuständen verbunden ist, als psychdelisch bezeichnet. So werden z.T. auch Trance, Träume, Hypnagogie, Hypnose und Bewusstseinszustände bei der Meditation oder beim Yoga als psychdelisch betrachtet. Eine solche Trivialisierung des Begriffs scheint aber nicht unbedingt Sinnvoll, wenn man auch die Unterschiede von Erfahrungen hervorheben will.

Im professionelleren Kontext und auch in diesem Wiki wird der Begriff Psychedlikum im wesentlichen auf 5-HT-2A-Agonisten angewendet und psychedelisch auf deren Wirkung (psychedelische Erfahrung). Dies sollte die Psychedelika vor allem von anderen Head Drugs bzw. Halluzinogenen abgrenzen.

Verwandte Begriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine ganze Palette alternativer Begriffe, welche Versuchen das Phänomen zu greifen:

Mit diesem Begriffen ist häufig auch eine gewisse Wertung verbunden, wodurch auch das Set von Konsumenten beeinflusst wird.[2]

Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Kategorie:Psychedelikum

Es gibt zahlreiche psychedelische Stoffe, welche sowohl in Pflanzen, Pilzen, Tieren vorkommen als auch synthetisch hergestellt werden.

Dabei bilden LSD (welches chemisch auf den Mutterkorn-Alkaloiden basiert), Psilocybin (Inhaltsstoff psychedelischer Pilze), Mescalin (Inhaltsstoff psychedelischer Kakteen) und DMT (Inhaltsstoff zahlreicher psychedlischer Pflanzen, u.a. des Ayahuasca-Gebräus) die Gruppe der klassischen Psychedelika. Weiterhin enthält das Hautsekret verschwiedener Kröten die Psychedelika Bufotenin (5-OH-DMT) und O-Methyl-Bufotenin.

Fälschlich wird oft Cannabis zu den Psychedelika gerechnet. Cannabinoide können in hohen Dosierungen zwar halluzinogene Wirkungen haben, sie werden aber eher als eigenständige Gruppe mit einem eigenen Wirkspektrum betrachtet.

Einteilung nach chemischen Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serotonin

Vom Wirkstoff betrachtet kommen Psychedelika vor allem in drei chemischen Gruppen vor:

Liste von Psychedelika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mescalin

2C-B

DOM

Phenyletylamine

DMT

5-Meo-DMT

Psilocybin

Psilocin

Bufotenin

Tryptamine

LSD

LSA

Ergoline

Vergleichende Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Dosierungs- und Zeit-angaben sollen nur einem sehr groben Vergleich dienen.

Beispiele
Name chemische Gruppe Struktur Dosis
in mg
Wirkeintritt
in h
Wirkzeit
in h
Vorkommen Anmerkung
LSD Ergolin
Lysergsäureamid
LSD.png 0,1
(oral)
0,6 9 Synthetisch
Ergin/LSA Ergolin
Lysergsäureamid
LSA - Ergin.png 1
(oral)
1,25 6 Argyreia nervosa
Ipomoea tricolor
Ipomoea violacea
Rivea corymbosa
Psilocybin Tryptamin Psilocybin chemical structure.png 10
(oral)
0,5 6 Psilocybinhaltige Pilze:
Psilocybe cubensis
Psilocybe tampanensis
Psilocybe semilanceata
Panaeolus cyanescens
wird im Körper zu Psilocin umgewandelt
Psilocin Tryptamin Psilocin.png 10
(oral)
DMT Tryptamin 800px-DMT.png 25
(p.i.)
0,01 0,2
(ohne MAOIs)
Anadenanthera peregrina (Yopo, Ebena)
Mimosa hostilis (Jurema)
Psychotria viridis (Bestandteil von Ayahuasca)
Codoriocalyx motorius
Delosperma cooperi
Phalaris arundinacea
Virola sebifera
Mit DMT wird meist ein deutlich stärkerer Wirkbereich angezielt.
5-MeO-DMT Tryptamin 5-MeO-DMT.svg 7[3]
(p.i.)
0,01
0,2
(ohne MAOIs)
Mescalin Phenylethylamin Mescaline Structural Formulae.png 300
(oral)
2,3 9 Lophophora williamsii (Peyote)
Echinopsis pachanoi (San Pedro)
Echinopsis peruviana
Echinopsis lageniformis
DOM Phenylethylamin
Amphetamin/2C-X
DOx
DOM.svg 2,5
(oral)
2 17,5 Synthetisch
2C-B Phenylethylamin
2C
2C-B.svg 18
(oral)
0,75 5 Synthetisch


Wirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe für detaillierte Informationen auch Psychedelische Erfahrung.

Die Rauschwirkung von Halluzinogenen wird umgangssprachlich oft als Trip bezeichnet. Psychedelika wirken als Head Drugs vor allem auf das geistige Erleben und haben nur wenige körperliche Wirkungen. Der Trip ist stark von Set und Setting abhängig.

psychisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konsument von Psychedelika erlebt ein stark verändertes Bewusstsein und Wahrnehmung, wodurch er Farben leuchtender sehen und die Musik intensiver hören kann. Häufig sind optische Bewegungs-Pseudohalluzinationen, etwa "atmenden Wände" oder sich bewegenden Mustern (etwa bei Mandalas). Das Tastgefühl ist ebenfalls stark verändert und damit können Oberflächen anders wirken. Das Denken sowie die eigenen Gedanken sind stark verändert, dabei werden z.T. philosophische Theorien entwickelt(vgl. Scheintiefe).

Psychedelika versetzt Konsumenten in einen Zustand, der mit Psychosen verglichen wurde, allerdings ist dem Konsumenten bewusst, dass er sich durch die Einnahme von Drogen in diesen Zustand versetzt hat, was bei einer Psychose nicht gegeben ist.

Psychedelika können allerdings auch starke unangenehme Rauschzustände verursachen, wobei Paranoia, Angst und Suizidgefährdung eine mögliche Folge eines schlechten Trips sein kann. ("Horrortrip")

Ich-Auflösung / Ego-Tod / Nicht-Dualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In höheren Dosierungen kann es zu einer scheinbaren Auflösung der Abgrenzung zwischen Wahrnehmenden und Wahrgenommenen kommen, bis sie schließlich im Ego-Tod bzw. der "Nicht-Dualität" vollkommen aufgehoben wird.

Breakthrough, Nahtod und Maschinenelfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In sehr hohen Dosierungen, insbesondere bei DMT, kann es zu einer sogenannter Breakthrough Experience (Durchbruchserfahrung) kommen, in der es für den Konsumenten so erscheint, als wäre er in eine völlig andere Welt.

Sind solche Erfahrungen mit großer Angst verknüpft, nicht mehr zurück in die normale Welt zu kommen, werden sie zuweilen als Nahtoderfahrungen gedeutet. Dies ist aber insofern irreführend, als das vom materialistischen Standpunkt aus hierbei keine wirkliche Gefahr für das Leben des Konsumenten besteht oder bestand.

Zum Teil wurde beschrieben, dass Menschen bei einem solchen Durchbruch mit scheinbaren intelligenten Wesenheiten, sogenannte Maschinenelfen, in Kontakt kamen, was insbesondere durch Terence McKenna populär gemacht wurde. Allerdings scheint nur eine relativ kleine Minderheit an DMT-Konsumenten tatsächlich jemals Maschinenelfen begegnet zu sein. [4] Auch Außerkörperliche Erfahrungen werden z.T. in eher mythischen Berichten beschrieben.

körperlich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der psychischen Wirkung können Psychedelika eine Reihe von körperlichen Wirkungen haben.

Typisch ist oft eine Erweiterung der Pupillen. Zum Teil tritt Schlaflosigkeit auf, was aber meist ein erwünschter Effekt ist. Eine weitere seltenere Nebenwirkung ist auch eine auftretende Übelkeit mit anschließendem Erbrechen. Dies kann allerdings auch daran liegen, dass viele Naturdrogen, wie z.B. Ayahuasca, weitere Wirkstoffe enthalten, die der menschliche Körper nicht verträgt und/oder das Allgemein die Sensibilität für Übelkeitserregende Reize (z.B. bestimmte Gerüche) gesteigert ist.

Viele körperliche Erscheinungen dürften psychosomatisch bedingt sein. Hierdurch können die körperlichen Wirkungen paradoxer Weise sogar in scheinbar gegenteiligen Extremen auftreten. Z.B. kann die Pulsfrequenz beschleunigt oder verringert werden oder die Temperaturregulation des Körpers verändert sein und in Folge dessen Schwitzen oder Frieren ausgelöst werden. Psychedelika können auch Krämpfe, Zuckungen oder Muskelentspannungen auslösen.


Wirkungsunterschiede zwischen verschiedenen Psychedelika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt vielfältige Diskussionen über qualitative Unterschiede in der Wirkung von Psychedelika. Was diese Diskussionen erschwert ist die große Subjektivität des Trip-Erlebens, die starke Abhängigkeit des Trips von Set und Setting und die meist unsichere Dosierung (und bei Straßendrogen zuweilen die Unsicherheit des Wirkstoffs, vgl. Lookalike), so das die Schwankungen in der Erlebten Wirkung eines Psychedelikums schon deutlich stärker ausfallen können als die Unterschiede zwischen verschiedenen Psychedelika. Es lassen sich zwar unterschiedliche Bindungsprofile der Psychedelika an den Serotonin-Rezeptor-Subtypen finden, es bleibt aber unklar wie diese letztendlich den Trip beeinflussen.

Risiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

akut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horrortrip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Horrortrip ist ein sehr negatives Rauscherleben, welches durch Wahnhaftigkeit, Angst und Paranoia geprägt sein kann.

Die Gefahr für solche Horrortrips wird insbesondere durch folgende Faktoren erhöht:[5][6]

  • psychische Instabilität und psychische Vorerkrankungen
  • unreine und unbekannte Drogen
  • Mischkonsum mit anderen Drogen, etwa Ethanol
  • ein unkontrolliertes Setting
  • Abwesenheit eines Tripsitters

Vergiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe für detaillierte Informationen auch Vergiftung durch Psychedelika.

Generell wird die Einnahme von Psychedelika in der heutigen Medizin als Intoxikation gewertet und die Wirkung als Vergiftung klassifiziert. Dies ist etwa klassischerweise der Fall, wenn Pilzsammler aus Versehen psilocybinhaltige Pilze zu sich nehmen.

Tödliche Intoxikationen, welche allein auf die körperliche Wirkung zurückzuführen sind, sind bei den meisten Psychdelika selten bis unbekannt. Allerdings sollen sie bei einigen neueren Research Chemicals, etwa den "NBome"-Derivaten, häufiger auftreten. Bei Straßen-LSD handelt es sich oft nicht wirklich um LSD sondern um billiger herstellbare Psychedelika.

Durch Psychedelika wird allerdings auch die psychische Verfassung des Konsumenten stark beeinträchtigt, so dass sich nicht mehr richtig mit ihrer Umgebung interagieren können. Sie sind deshalb nicht mehr in der Lage zu arbeiten, Maschinen zu bedienen oder am Straßenverkehr teil zu nehmen.

Unfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die veränderte Wahrnehmung unter dem Einfluss von Psychedelika kann es zu ungewollten Unfällen kommen. Es ist deshalb sehr wichtig solche Substanzen nur in einer kontrollierten Umgebung und mit einer nüchternen Aufsichtsperson, einem sogenannten Tripsitter, einzunehmen.

Der klassische Fenstersprung-Geschichte im Zusammenhang mit Psychedelika geht aber wohl auf den CIA-Mitarbeiter Frank Olsen zurück, der bei seiner Arbeit für den Geheimdienst mit LSD in Berührung kam und 1953 durch einen Fenstersturz starb. Allerdings konnte nie ausgeschlossen werden ob Olsen nicht vielleicht doch ermordet wurde, weil er über die Menschenversuche des Geheimdienstes auspacken wollte.[7]

Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht die Gefahr das Halluzinogene drogeninduzierte Psychosen auslösen bzw. verdeckte Psychosen hervortreten lassen. Diese können unheilbar sein.

In einigen seltenen Fällen treten Flashbacks und HPPD als Nachwirkungen von Psychodelika auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditioneller Gebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerikas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychedelika haben vor allem auf den Amerikanischen Kontinenten eine lange Geschichte in der traditionellen Verwendung in der Medizin und Religion, weil sie für ihre vermeintliche Fähigkeit, die Förderung der körperlichen und seelischen Heilung, geschätzt wurden.

In diesem Kontext zählen viele Psychedelika zu den Entheogenen, also traditionell verwendeten Drogen, welche meist im Kontext von Ritualen den Eindruck vermitteln mit göttlichen in Verbindung zu treten oder mit dem ganzen Universum verbunden zu sein. Dies ist eng verknüpft mit dem Schamanismus, bei dem man sich z. B. durch die Wirkung eines Elixiers in die Lage versetzt, mit Geistern zu kommunizieren.

Die Ureinwohner Amerikas verwenden mescalinhaltige Kakteen, wie den Peyote Kaktus, als Teil ihrer Religion sowie als Therapie gegen Ethanolismus. Mazatec Priester verwenden Psilocybinhaltige Pilze um mit Gott in Verbindung zu treten oder andere Menschen von seelischen sowie körperlichen Krankheiten zu heilen. Ayahuasca wird heute noch in Peru für religiöse Feste zubereitet.

Alte Welt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während in der neuen Welt zahlreiche Beispiele für den Gebrauch von psychedelischen Drogen existieren, sind diese in Europa, Asien und Afrika kaum zu finden. Zwar sind auch hier Psilocybinhaltige Pilze zu finden, ebenso ließe sich aus der Kombination DMT-haltige Pflanzen, wie Phalaris arundinacea (Rohrglanzgras), und MAOI-haltigen Pflanzen, wie Peganum harmala (Syrische Steppenraute), ein Ayahuasca-ähnliches Gebräu herstellen und ebenso enthält das Hautgift von heimischen Kröten, wie etwa Bufo Bufo (Erdkröte), Bufotenin, aber diese Psychedelika wurden scheinbar nie Teil einer historisch überlieferten Tradition. Die traditionelle Verwendung von Psychedelika in der Alten Welt bleibt vielfach spekulativ.

Eine der stärksten Hinweise sind Felszeichnungen aus dem Tassili n’Ajjer in der westlichen Sahara, welche "Bienenmänner" (vermutete Schamanen) mit spitzkegligen Pilzen zeigen[8]. Diese Felsbilder werden auf ein Alter von unter 10000 Jahren geschätzt, als die Sahara noch keine Wüste war. Auch bei den etwa 6000 Jahre alten Felsmalereien aus Selva Pascuala in Spanien wird vermutet, dass sie Psilocybe hispanica darstellen.[9]

Es existieren Spekulationen, dass es sich bei einige nicht-identifizierten historischen Drogen um Psychedelika handelte. Bei dem in den hinduistischen Veden erwähnten Soma ist dies eine von vielen Hypothesen. Es wurde auch spekuliert, dass der bei den Mysterien von Eleusis gereichte Kykeon eine psychdelische Droge enthielt.

Unterdrückung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Ankunft der christlichen Europäer in Amerika wurde die religiösen und heilerischen Traditionen der Ureinwohner oft verdrängt.

Es wird oft spekuliert, dass es sich bei zeitgleichen europäischen Hexenverfolgung um eine ähnliche Unterdrückung einer schamanistischen Tradition gehandelt habe mit ihren eigenen Hexendrogen. Allerdings gibt es keine wirklichen Belegen für die Existenz einer Hexenkultur. Die heute in der Alltagskultur verbreitete Vorstellung von der Hexe als Kräuterheilerin und gegebenenfalls Hebamme wird von der historischen Forschung nicht gedeckt, als Hexe oder Hexer konnte grundsätzliche jeder Verfolgt werden der dessen beschuldigt wurde.

Entdeckung für die europäische Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Entdeckung der Peyotl-Tradition /Mecalin
  • Aldous Huxley
  • Entdeckung von LSD durch Hoffmann

Bei der Suche nach einer Kreislaufstimulanz auf Basis der Mutterkornalkaloide, stellte der für Sandoz arbeitende Albert Hofmann 1938 erstmals LSD her. Als er die Substanz erneut 1943 untersuchte stellte er durch Zufall eine Wirkung an sich fest.

zu ergänzen

heutige Prohibition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

zu ergänzen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychedelika (Kategorie)
Vertreter
Biogen Pflanzen Ergin Erginhaltige Winden (Morning Glory, Ololiuqui)
Argyreia nervosa, Ipomoea tricolor, Ipomoea violacea, Rivea corymbosa
Mescalin Halluzinogene Kakteen
Lophophora williamsii, Echinopsis pachanoi, Echinopsis peruviana, Echinopsis lageniformis
DMT
5-MeO-DMT
Anadenanthera peregrina, Codoriocalyx motorius, Delosperma cooperi, Mimosa hostilis, Phalaris arundinacea, Psychotria viridis, Virola sebifera
Pilze Psilocybin
Psilocin
Psilocybinhaltige Pilze
Psilocybe cubensis, Psilocybe tampanensis, Psilocybe semilanceata, Panaeolus cyanescens
Tiere 5-MeO-DMT
Bufotenin
Halluzinogene Kröten
Incilius alvarius, Bufo marinus
Zubereitung Ayahuasca, Ebena, Yopo, Vilca, Pappe, Thumbprint
Tryptamine DET, DMT, DPT, Psilocin, Psilocybin, Baeocystin, 5-MeO-DMT, 5-MeO-MiPT, 1-Me-5-MeO-DiPT, 4-HO-DIPT, Bufotonin
Ergoline Ergin, LSD, AL-LAD, ALD-52, 1P-LSD, 1CP-LSD, LSH, LSB, LSP
Phenyletylamine
Mescalin
2C-X 2C-B, 2C-B-FLY, NB-2C-B, 2C-C, 2C-C-NBF, 2C-I, 2C-P, 2C-T-2, 2C-T-7
NBOH 2C-B-NBOH, 2C-C-NBOH
NBOMe 2C-B-NBOMe, 2C-C-NBOMe, 2C-I-NBOMe, 2C-CN-NBOMe
DOx DOM, DOB, DOC, DOI, Bromo-DragonFLY
Amphetamine
3,4-DMA, MMDA, TMA
Wissen und Kultur
Wirkungen Psychedelische Erfahrung, (Pseudo-)Halluzination, Body load, CEVs, Optics, Ich-Auflösung, Breakthrough, Maschinenelfen
Risiken Vergiftung durch Psychedelika, Horrortrip, Drogenpsychose, Echorausch, HPPD
Safer Use Tripsitter, Set und Setting, SaferUse
Triptoys, Modellpsychose, Substanz-unterstützte Psychotherapie, Filtertheorie, Psychonautik, Psycholytische Psychotherapie
Tripberichte
Nahtoderfahrung (DMT-Tripbericht), 25C-NBOMe Tripbericht
Serotonergika
Wechselwirkung Vertreter Häufige Wirkstoffgruppe
Serotonin-Agonisten 5-HT-2A-Agonisten 1-Me-5-MeO-DiPT, 5-MeO-DMT, 5-MeO-MiPT, DMT (Ayahuasca), LSH, LSD, 1P-LSD, 1CP-LSD, AL-LAD, MMDA, Baeocystin Psychedelika
2Cs
2C-B, 2C-B-FLY, 2C-C, 2C-C-NBOMe, 2C-E, 2C-I, 2C-P, 25B-NB, 25B-NBOH, 25B-NBOMe, 25C-NBOMe, 25C-NBOH, 25C-NBF, 25I-NBOMe, Bromo-DragonFLY, DOB, DOM
Ergin/LSA
(Erginhaltige Winden, Morning Glory, Ololiuqui)
Argyreia nervosa, Ipomoea tricolor, Ipomoea violacea, Rivea corymbosa
Mescalin (Halluzinogene Kakteen)
Lophophora williamsii, Echinopsis pachanoi, Echinopsis peruviana, Echinopsis lageniformis
Psilocybin, Psilocin
(Psilocybinhaltige Pilze)
Psilocybe cubensis, Psilocybe tampanensis, Psilocybe semilanceata, Panaeolus cyanescens
5-HT-1A-Agonisten Flibanserin
Serotonin-Antagonisten 5-HT-2A-Antagonisten Flibanserin
Serotonin-Ausschütter (SRA)

(Monoamin-Ausschütter)

MBDB, MDA, MDAI, MDE, MDMA, MMDA, Methylon, 4-FA, Tramadol Entaktogene/Empathogene
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, MDAI, Mesembrin (Kanna), Nefazodon, Paroxetin, Sertralin, Trazodon, Viloxazin Antidepressiva
MAO-Hemmer (MAOI)
(Kategorie)
Moclobemid, Myristicin (Muskatnuss), Tranylcypromin, Yohimbin (Yohimbe) Antidepressiva, Wirkungsverstärker für andere Drogen
Beta-Carboline & Harman-Alkaloide (Banisteriopsis caapi (Ayahuasca), Steppenraute. Vestia foetida)
Harmin, Harman, Harmol, Harman-3-carbonsäure, Harmalin, Harmalol, 10-Methoxyharman, 10-Methoxyharmalin, 1,2,3,4-Tetrahydroharmin
Serotonin-Präkursor Tryptophan, 5-HTP Antidepressiva, Hypnotika

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.