Als Peace drug theory wird die Annahme bezeichnet, dass der Konsum von Psychedelika Menschen friedlicher mache. Weitergehend würden die durch die Droge vermittelten Wirkungen zu bestimmten gesellschaftlichen und politischen Überzeugungen führen, insbesondere der für die Hippie-Kultur typischen Lebenswerte von Frieden, Liebe, der Kritik an Hierarchien und der Suche nach spirituellen Erfahrungen. Häufig wird dies mit der Annahme verbunden, dass das verabreichen von Psychedelika an eine hinreichend große Gruppe von Menschen zu nachhaltig gesellschaftsverändernden Wirkung hätte oder das man bestimmten Autoritätsfiguren (insbesondere konservative Politiker) nur diese Drogen verabreichen müsste, um ihre Handlungsweise nachhaltig zu ändern.

Auch wenn viele Psychedelika-Konsumenten lebensverändernde Wirkung der Droge beschreiben, so scheint es eher unklar ob diese in eine einheitliche Richtung gehen. Es gibt Fälle von Psychogruppen, wie der Manson Family oder Ōmu Shinrikyō, deren Mitglieder LSD konsumierten und trotzdem in einem extrem autoritären und gewalttätigen System verstrickt waren. Weiterhin gelten einige Gesellschaften, in den der Konsum von Psychedelika verbreitet war bzw. ist, wie etwa die Azteken oder die Yanomami, als überaus gewalttätig. Die Korrelation zwischen Hippie-Lebensstiel und Psychedelika-Konsum wird zum Teil andersherum darüber erklärt, dass Hippies durch ihre Überzeugungen (Ablehnung staatlicher Verbote, Suche nach spirituellen Erfahrungen), selbst eher den Psychedelika zugeneigt seien.

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