Methyl 2-phenyl-2-(piperidin-2-yl)acetate 200.svg.png

Methylphenidat, kurz MPH ist ein Stimulans das als Medikament gegen AD(H)S und Narkolepsie verschrieben wird. Am bekanntesten ist es unter dem Handelsnamen Ritalin. 1944 wurde es von Leandro Panizzon entdeckt und im Selbstversuch getestet, bei dem seine leistungssteigernde Wirkung von Panizzon bemerkt wurde.

Es ist ein Amphetamin-Derivat.

Legalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurde Ritalin bis 1971 rezeptfrei verkauft. In diesem Jahr wurde es dann im BtMG aufgenommen. Aktuell befindet es sich in der BtMG Anlage III und ist damit verschreibungs- und verkehrsfähig.

Medizinischer Konsum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methylphenidat wird in Deutschland zur Behandlung von ADHS an Kinder ab 6 Jahren verschrieben. Auch Erwachsene erhalten diese Droge in einigen Fällen und eine Therapie gegen ADHS geht auch immer mit psychischer Betreuung einher.

Stimulierende Substanzen (nicht nur MPH, auch bspw. Amphetamin) wirken bei ADHS Patienten paradoxerweise eher beruhigend, nicht aufdrehend. Außerdem helfen sie dabei, fokussiert und konzentriert zu bleiben.

Dosis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dosierung wird bei jedem Patienten individuell festgelegt. Es wird zum Beispiel mit 5mg pro Tag gestartet und dann wöchentlich um 5-10mg mehr gesteigert. Bei Kindern liegt die Durchschnittsdosis bei 10-20mg/Tag, bei Erwachsenen bei 20-30mg.

Bei Toleranzentwicklung wird dann weiter hochdosiert. Die Maximaldosis für ein Kind liegt bei 60mg/Tag, die für einen Erwachsenen bei 80mg.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Kindern kann MPH (auch bei normaler Dosierung) zu vermindertem und gestörtem Wachstum und geringerer Gewichtszunahme führen. Appetit und Durst werden unterdrückt, Schlaflosigkeit tritt ein, Depressionen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Nervosität und Übelkeit.

Manchmal kommt es zu Angstgefühlen, Aggressionen, Zähneknirschen und Reizbarkeit. Es kommt zu Herzrasen und ähnlichen Symptomen, manchmal wird der Blutdruck gesteigert.

Methylphenidat kann zur einer Abhängigkeit führen wenn die therapeutische Dosis überschritten wird.Wenn das Medikament plötzlichem Abgesetzt wird kann es zu Entzugssymptomen (euphemistisch: Absetzerscheinungen) kommen.

Dies sind nur eine Auswahl der bekannten Nebenwirkungen von Ritalin.

Wirkdauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unretardierte Tabletten oder Kapseln wirken 1-4 Stunden, retardierte bis zu 12 Stunden.

Nichtmedizinischer Konsum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MPH wird oftmals von Schülern und Studenten als Nootropikum für das Lernen verwendet, als Dopingmittel von Sportlern oder zur verbesserten Leistung im Beruf. Auch im Bereich des E-Sports wird MPH aufgrund seiner nootropischen Wirkung als Dopingmittel missbraucht.

Von einigen Menschen wird es auch wegen eventueller Euphorie und den anderen amphetaminähnlichen Effekten konsumiert.

Da Ritalin oft an Kinder und Jugendliche verschrieben wird, wird es auch häufig unter jüngeren Menschen in Schulen illegal verkauft.

Dosis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je nach Körpergewicht und Empfindlichkeit ist eine normale Rauschdosis für eine Person ohne Toleranz etwa 10-30mg. Diese Angaben beziehen sich auf oralen Konsum.

Nasaler Konsum ist auch möglich, da Methylphenidat aber meistens in Tablettenform zu finden ist, ist das wegen der Tablettenfüllstoffe keine sonderlich gute Konsummethode. Die Wirkung tritt durch diese Applikationsform schneller ein und man sollte etwa mit der halben der geschluckten Dosis starten.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die selben Nebenwirkungen wie bei medizinischem Konsum treten auf, zusätzlich wird der Kreislauf bei Überdosierungen sehr belastet. Bei einer starken Überdosis kann es zu Krämpfen, zum Delirium und zum Koma kommen.

Wirkdauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist werden hier unretardierte Tabletten konsumiert, welche 1-4 Stunden halten. Nasal verkürzt sich die Wirkdauer auf etwa die Hälfte bis zwei Drittel.

Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwandte Drogen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimulanzien
Vertreter
Biogen Pflanzen Rosmarinus officinalis
Arecolin
Guvacolin
Areca catechu
Cocain Erythroxylum Erythroxylum coca
Erythroxylum novogranatense
Coffein
Theobromin
Camellia sinensis
Paullinia cupana
Theobroma cacao
Coffea Coffea arabica
Coffea canephora
Coffea excelsa
Coffea liberica
Cola Cola acuminata
Cola nitida
Ilex Ilex paraguayensis
Ilex vomitoria
Ilex guayusa
Ephedrin Ephedra Ephedra distachya
Ephedra equisetina
Sida Sida cordifolia
Cathin
Cathinon
Catha edulis
Nicotin Nicotiana Nicotiana rustica
Nicotiana tabacum
Cytisin Laburnum anagyroides
Genista germanica
Calia secundiflora
Cytisus canariensis
Styphnolobium japonicum
Strychnin Strychnos nux-vomica
Strychnos ignatii
Zubereitungen Betel, Crack, Tabak
Coffein
Theobromin
Schokolade, Kaffee, Tee, Schwarzer Tee, Energy-Drink, Coca-Cola, fritz-kola, Club-Mate
Amphetamine Speed, Ecstasy
Wirkstoffe Arsenik, Atomoxetin, Cocain, Modafinil, Armodafinil, Adrafinil, Mazindol, Mesocarb, Phthalimidopropiophenon, 1-Benzylpiperazin, Methylendioxybenzylpiperazin, Meta-Chlorphenylpiperazin, Trifluormethylphenylpiperazin
Noradrenalin-Ausschütter Phenethylamine
Synephrin, Pemolin, 2C-B
Amphetamine
Amphetamin, Amphetaminil, Dextroamphetamin, 2,4-DMA, Ephedrin, Fenetyllin, Lisdexamfetamin, Methamphetamin, Methylon, Methylphenidat, MDA, MDE, MDMA, MDPV, Pseudoephedrin, 2-FA, 4-FA, Desoxypipradrol, Phentermin, Sibutramin, Phenylpropanolamin, Norpseudoephedrin
Adenosin-Antagonist Xanthine
Coffein, Theobromin, Theophyllin, Paraxanthin, IBMX
Nicotin-Agonist Nicotin (Tabak), Cytisin (Goldregen)
Glycin-Antagonist Strychnin, Thebain
Wissen und Kultur
Wirkungen Wachheit, Euphorie, emotionale Verbundenheit (bei Entaktogenen), Agitation
Risiken Unruhe, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit(Anorektika), gestörter Wasserhaushalt(unterdrücktes Durstgefühl, Schwitzen), Tachykardie, Drogenpsychose, Abhängigkeit
Safer Use Pillenwarnungen
Tripberichte
Nebenwirkungen (MDPV-Tripbericht), Horrortrip, brauche Antworten.
Amphetamin Amphetamin-Derivate (Amphetamine)
Methamphetamin Ephedrin Pseudoephedrin 2-Fluoroamphetamin 4-Fluoroamphetamin 2-Aminodilin
Methamphetamin Ephedrin Pseudoephedrin 2-FA 4-FA 2-ADN
TMA 3,4-DMA 2,4-DMA MMDA MDA MDMA Methylphenidat
TMA 2,4-DMA 3,4-DMA MMDA MDA MDMA Methylphenidat
MDAI MDE
MDAI MDE
Cathinon Cathinon-Derivate (Cathinone)
MDPV Methylon 4-BEC Mephedron
MDPV Methylon 4-BEC Mephedron
2,5-DMA 2,5-DMA-Derivate (DOx)
DOM DOB DOI Bromo-DragonFLY
DOM DOB DOI Bromo-DragonFLY
Ergolin Ergolin-Derivate
LSA LSD LSH LSB LSP
LSA / Ergin LSD LSH LSB LSP
AL-LAD 1P-LSD ALD-52
AL-LAD 1P-LSD ALD-52
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