Lithium-Salze werden als Psychopharmakon eingesetzt. Als Phasenprophylaktikum sollen sie bei Manien, Depressionen und Bipolarer Störung helfen, weiterhin soll es die Wirkung von anderen Antidepressiva erhöhen.

Einige Studien finden auch eine negative Korrelation der natürlichen Lithium-Konzentration in Trinkwasser mit der Suizidrate, so etwa in Österreich[1] und Japan[2].

Wegen der geringen therapeutischen Breite wird von einer Selbstmedikation mit Lithium abgeraten. Lithium scheint eine verstärkende Wirkung auf das Serotonin-System zu haben, weshalb bei unsachgemäßer Kombination mit anderen serotonergen Wirkstoffen ein Serotoninsyndrom drohen kann.

Wechselwirkung mit Halluzinogenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Lithium-Therapie soll sich verstärkend auf die Wirkung von Psychedelika auswirken und diese ins unangenehme steigern. In einem Fall soll eine Lithium-LSD-Kombination zum Tod eines Menschen geführt haben[3].

Allgemein wird beim Vorliegen einer psychischen Erkrankung von einem nicht-therapeutischen Konsum von Halluzinogenen abgeraten, da dies zu Horrortrips und einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufs führen können.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1929 kam das Erfrischungsgetränk „Bib-Label Lithiated Lemon-Lime Soda“ in den USA auf den Markt, welches Lithiumcitrat als Inhaltsstoff enthielt. Später wurde es in "7 Up Lithiated Lemon Soda" umbenannt und 1937 zu "7 Up". 1948 wurde Lithium aus der Rezeptur gestrichen.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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