Als Kollektives Unbewusstes oder Kollektives Unterbewusstsein wird im Jungianismus ein Bereich des Unbewussten bezeichnet, der auf die Psyche aller Menschen wirken solle. In diesen liegen Informationen, wie sogenannte Komplexe oder Archetypen vor.

Die Theorie des kollektiven Unbewussten bleibt im Allgemeinen schwammig. Es bleibt unklar wie Informationen im kollektiven Unbewussten zwischen Menschen ausgetauscht werden. Häufig scheint die Annahme zu bestehen, dass das kollektive Unbewusste eine eigene weitgehend von der materiellen Welt entkoppelte spirituelle oder psychoide Ebene darstelle und deshalb nicht an deren Begrenzungen gebunden sei. Dies macht Jungs annahmen für Parapsychologische und religiös-esoterische Spekulationen interessant.(vgl. Akasha-Chronik)

Jung versuchte zur Zeit der Nazis seine Theorie für diese Interessant zu machen, in dem er über unterschiede zwischen einer "germanischen" und "jüdischen" Psyche spekulierte. Diese würde entsprechend eine genealogischen Weitergabe des nun nicht mehr ganz so kollektiven Unbewussten bedeuten. Diese Theorien wurde wegen ihres offensichtlichen Rassismus heute weitgehend verworfen. Zum Teil entwickelte sich auch die Theorie des "familiäre Unbewussten", indem unterbewusste Inhalte entlang einer Erblinie weitergegeben würden.

Hundertster Affe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Beispiel für die Wirkung des kollektiven Unbewussten, welches in der modernen Esoterik weit verbreitet ist, ist die Erzählung vom hundertsten Affen. Der zufolge hätten Forscher 1959 auf der japanischen Insel Kōjima beobachtet, wie diese anfingen Süßkartoffeln, die man den Tieren als Futter gab, zu waschen. Nachdem der hundertste Affe diese Kulturtechnik erlernt habe, habe sich das Wissen darum auf magische Weise ausgebreitet und bald alle Affen, sogar in Populationen auf anderen Inseln oder dem japanischen Festland, diese Technik angewendet.

Tatsächlich betrug die Japanmakaken-Population 1962 auf Kojima nur 59 Tiere, es kann also gar keinen 100ten Affen auf der Insel gegeben haben. Die Distanzen zu den benachbarten Inseln und dem Festland sind nicht so groß, so dass einzelne Tiere diese leicht schwimmend überwinden konnten und so das Wissen auf klassischem Wege weitertragen konnten.

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