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Als Kater oder Hangover werden die Nachwirkungen eines Drogenrausches, insbesondere eines Ethanolrausches, bezeichnet.

Die Art des Katers unterscheidet sich je nach Droge. Manche scheinbare Katerwirkungen sind jedoch auch oft nur Folge der Begleitumstände des Drogenkonsums, wie etwa Schlafmangel oder stundenlange körperliche Aktivität (z.B. Tanzen).

Drogen die einen Kater auslösen können:

  • Amphetamine, wie Methamphetamin: Häufig Erschöpfung infolge von schlechtem und unzureichendem Schlaf.
  • Cocain, MDMA: depressive Verstimmungen ("schwarzes Loch"), z.T. wird Serotoninmangel als Ursache spekuliert.
  • Benzodiazepine: Müdigkeit, resultiert oft aus der langen Wirkungszeit einiger Benzodiazepine, welche über die intendierte Wirkungszeit hinausgeht.
  • Opioide: Katerwirkungen treten eher selten auf, eine langsam ausklingende Wirkung kann sogar das Gefühl von Erschöpfung überdecken. Für einen Kater sind zum Teil spezielle Eigenschaften von einzelnen Wirkstoffen (z.B. bei Tramadol), Streckmittel, Schlafstörungen oder Abstinenzsyndrom bedingt. Es wird z.T. von Kopfweh, depressive Verstimmungen, Lichtempfindlichkeit und Gereiztheit berichtet. Symptome ähneln denen des Ethanol-Katers.
  • Ethanol: Katerwirkung basiert auf sehr verschiedenen Mechanismen (Ethanolkater), sie äußert sich zum Beispiel in Kopfweh, Dehydrierung, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Gereiztheit, depressive Verstimmungen.

Um einem Kater entgegen zu wirken wird manchmal die katerauslösende Droge wieder konsumiert (Konterbier). Dies ist selbstverständlich ungesund und begünstigt eine Abhängigkeit.

Es können auch andere Substanzen zur Bekämpfung des Katers eingesetzt werden, welche die die Symptome bekämpfen (Aspirin/Ibuprofen bei Kopfweh, Koffein bei Müdigkeit, Cannabis bei Unwohlsein) und welche, die die Ursachen bekämpfen (Nahrungsergänzungsmittel gegen Mangel im Körper, Flüssigkeit gegen Dehydration)