Als Goldener Schuss wird euphemistisch eine tödliche Heroin-Injektion bezeichnet. Der Tod bei Heroin-Überdosis tritt in der Regel infolge einer Atemdepression ein.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suizid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig wird bei einem Goldenen Schuss von einer suizid-absicht des Betroffenen ausgegangen.

Allgemein gilt der Tod durch Opioide als relativ angenehmes einschlafen. In der Medizin sind auch Fälle von illegaler Sterbehilfe mit Morphin belegt, insbesondere wenn die Betroffenen unter starken Schmerzen litten. In der Palliativmedizin werden Opioide vielfach eingesetzt um Sterbenden ihren Zustand zu erleichtern, aber nicht zur aktiven Einleitung des Sterbens.

Unbeabsichtigte Überdosis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer suizidalen Absicht kann die Ursache auch eine versehentliche Überdosierung sein. Die Qualität von Straßenheroin und sein Streckungsgrad schwanken sehr stark, so dass Konsumenten welche eine Straßendroge mit geringem Wirkstoffgehalt gewohnt sind und unwissentlich an Heroin von höherer Reinheit gelangen, leicht unwissentlich über-dosieren können. Opioid-Abhängige haben meist auch eine Wirkstoff-Toleranz entwickelt, wodurch sie oft höhere und damit gefährlichere Dosen einnehmen. Für sie ist es auch gefährlich nach einer Entzugsphase neu zu konsumieren, weil sie durch die reduzierte Toleranz nicht wissen, wieviel sie vertragen. Die Straßendroge kann z.T. auch andere Opioide enthalten, welche etwa aus Medikamenten gewonnen werden, insbesondere Fentanyl aus benutzten Fentanyl-Pflastern kann leicht zu tödlichen Überdosierungen führen.

Gifte im Heroin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinzelt gibt es auch Gerüchte über gezielt vergiftetes Heroin, etwa sogenannter 10-cent-pistols oder Hot Doses. Befeuert werden solche Vermutungen u.a. durch die vereinzelte finden von Strychnin im Straßen-Heroin. Strychnin, welches den meisten Menschen als Rattengift bekannt ist, wirkt in geringer Dosierung als Stimulanz und dient bei der Mischung mit Heroin vermutlich ähnlich wie Coffein als zusätzlicher Upper, welcher der hypnotischen und atemdepressiven Wirkung von Heroin entgegenwirken soll.

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