Die bekannteste Nebenwirkung von Ethanol-Konsum ist der Kater am nächsten Morgen.

Symptome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Katersymptome sind häufig Kopfschmerzen, Unwohlsein, Reizbarkeit, Überempfindlichkeit, Übelkeit, trockener Mund, Gliederschwäche und gereizter Magen.

Unter bestimmten Umständen kann auch die Kreativität, bildliche Vorstellungskraft und der Antrieb gesteigert sein.

Dauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kater kann 4 - 34 Stunden dauern, allerdings kann die schwere je nach individuellen Umständen variieren und in manchen Fällen kann ein Kater auch ganz ausbleiben. Hierbei spielt etwa die genetische Veranlagung eine Rolle.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katerwirkung entspringt aus den vielen Wechselwirkungen des Ethanols und ist deshalb auch nicht auf nur einen Mechanismus zurückzuführen.

Als Hauptmechanismen gelten:

  • das giftige, direkte Ethanolabbauprodukt Acetaldehyd, welches z.T. auch direkt als Nebenprodukt der ethanolischen Gärung enthalten ist.
  • Wasser- und Nährstoffverlust durch den gesteigerten Harndrang während des Ethanol-Rauschs (Diuretikum)
  • Rebound-Effekt einer akuten Toleranz, Körpermechanismen passen sich verzögert der Rauschwirkung an, fällt die Ethanolwirkung weg braucht es eine Zeit zur Anpassung an den Normalzustand. Typisch hierfür sind zur Rauschwirkung gegenteilige Kater-Symptome, wie Depression (statt Euphorie) und Unruhe (statt Sedierung)[1]
  • Begleitstoffe, welche in ethanolischen Getränken enthalten sind.
    • Fuselalkohole wie Methanol, werden oft mit dem Kater in Verbindung gebracht. In der Regel ist aber der Gehalt von Fuselalkoholen zu gering (vergleichbar mit Fruchtsäften) um eine merkbare Wirkung zu erwarten.
    • Hopfen, welcher in Bier enthalten ist, hat eine leicht sedative Wirkung mit einer wesentlich längeren Wirkzeit als der von Ethanol.
    • Wirkstoffe aus Kräutern in Kräuterschnäpsen, etwa bei Absinth, Pastis, Jägermeister
    • Sulfite, kommen durch Schwefelung häufig in Weinen und Obstweinen vor, negative Wirkungen betreffen aber nur Menschen mit einer speziellen Unverträglichkeit.
  • Begleitumstände des Ethanolkonsums, wie zum Beispiel Schlafentzug bzw. die Veränderung des Schlaf-Rhythmus (bei durch-feierten Nächten), allgemein Erschöpfung (etwa durch stundenlanges Tanzen und/oder Diskutieren) oder starkes Passivrauchen für Nichtraucher (auch bei Partys unter freiem Himmel).

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Symptome zu mildern wird empfohlen dem Körper neue Nährstoffe zuzuführen (Katerfrühstück, Elektrolyte) und viel zu trinken. Bei jedem Rausch verliert der Körper Wasser sowie wichtigte Vitamine und andere Stoffe. Werden diese noch nachträglich geliefert sind die Schmerzen häufig geringer.

Ein gereizter Magen wird auf eine durch Ethanol bedingte gesteigerte Säureproduktion zurückgeführt. Als Gegenmaßnahme wird leichte kohlenhydratreiche Kost, wie Toast oder Cornflakes, empfohlen um die Säure zu neutralisieren.[2]

Als Konter-Bier oder -Schnaps, im englischen "Hair of the dog", wird der Ansatz bezeichnet, einen Ethanol-Kater mit dem erneuten Trinken von Ethanol zu behandeln. Allgemein wird von dieser Methode abgeraten, da sie die Katerwirkung eher hinauszögert als bekämpft.

siehe auch: Kategorie:Anti-Kater-Mittel

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephen Braun: Der alltägliche Kick - Von Alkohol und Koffein, 1998, ISBN 3764357649, S. 83
  2. Stephen Braun: Der alltägliche Kick - Von Alkohol und Koffein, 1998, ISBN 3764357649, S. 83
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