Als Echorausch oder Echotrip wird ein meist unvermitteltes Wiederauftreten von Rauschwirkungen bezeichnet, ohne das die auslösende Substanz erneut konsumiert wurde. Dieses Phänomen wird manchmal bei Psychedelika, Dissoziativa und Cannabinoiden beschrieben, ist in seiner Existenz aber auch umstritten.

Echoräusche stellen ein relativ schwierig zu erforschendes Phänomen dar, einerseits scheinen sie nur bei einem kleinen Teil der Konsumenten aufzutreten, andererseits ist, bedingt durch die Illegalität, die Bereitschaft von Betroffenen sehr gering, die Ursachen ihres Echorausches untersuchen zu lassen.

Begriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HPPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Psychedelika-Konsum gelten Echoräusche als Symptom der umstrittenen Hallucinogen Persisting Perception Disorder (HPPD), so dass beide Phänomene fast als Synonym betrachtet werden. Diese ist klar Abzugrenzen von der Drogenpsychose. Weiterhin stellt HPPD eine Ausschlussdiagnose dar, d.h. es müssen andere mögliche Ursachen für Halluzinationen (z.B. Delirium, Epilepsie, Schizophrenie) ausgeschlossen werden (was eine Selbstdiagnose schwierig macht).

Flashback[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echoräusche werden häufig auch als Flashback bezeichnet, allerdings sind Flashbacks ein Erinnerungsphänomen, welches auch ohne Drogenkonsum häufig auftritt und deshalb nicht Drogenspezifisch und auch nicht zwingend krankhaft ist. Es besteht natürlich die Möglichkeit Flashbacks von Drogenräuschen zu erleben, was einem Echorausch sehr ähnlich sein kann.

Thesen zum Echorausch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einlagerungshypothese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein häufig zu findende These ist, dass die Ursache für Echoräusche in der Einlagerung von Drogenwirkstoffen und Metaboliten im Fettgewebe liegt (häufig bei THC und PCP postuliert). Unter bestimmten Bedingungen, etwa beim Fettabbau durch Sport oder Hungerphasen, könnte die Wirkstoffe wieder vermehrt in den Blutkreislauf gelangen und so einen (Echo-)Rausch bewirken.

Diese Hypothese gilt als eher Zweifelhaft, da es einer sehr großen Wirkstofffreisetzung bedürfte, um einen Rausch zu erzeugen.[1]

Fehlerhafte Zuschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am etabliertesten scheint die Annahme der Existenz von Echoräuschen bei dem Konsum von Psychodelika, wie LSD, zu sein. Zum Teil wurde das Phänomen auch bei Cannabis- und MDMA-Konsumenten beschrieben, allerdings scheint das Phänomen bei diesen Drogen deutlich seltener zu sein. Eine Vermutung ist, dass Echoräusche tatsächlich nur bei Psychedelika-Konsumenten auftreten und das es sich bei den Betroffenen Cannabis- bzw. MDMA-Konsumenten um Psychedelika-Mischkonsumenten handeln würde.

Fahrtüchtigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Möglichkeit von Echoräuschen wurde häufig als Argument herangezogen um Drogenkonsumenten die Fahrerlaubnis zu entziehen, da ein plötzlich auftretender Echorausch eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellt. Da allerdings die Häufigkeit des Phänomens sehr gering ist, ist das Risiko für den Straßenverkehr als vernachlässigbar gering einzustufen.


Verwandte Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rausch
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