Als Drogenkriminalität werden Gesetzesverstöße im Umgang mit Drogen bezeichnet. Dies umfasst in Deutschland insbesondere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nicht unter den Begriff Drogenkriminalität fallen Gesetzesverstöße die unter dem Einfluss von Drogen verübt werden, obwohl der Anteil der Kriminalität unter Einfluss von Ethanol oft in Kriminalstatistiken erfasst wird.

Ersatzstrafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jenseits des Strafrecht existieren eine Reihe weiterer Sanktionen, welche Drogenkonsumenten unterworfen werden können und zum Teil schon für den ansonsten straffreien Konsum greifen. Hierbei wird häufig von "Ersatzstrafen" gesprochen.

Beispiele hierfür sind etwa:

  • Führerscheinentzug, auch wenn ein Drogendelikt nicht im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr festgestellt wurde.
  • Kündigung des Arbeitsplatzes, etwa wenn ein regelmäßiges Drogenscreening mit der Begründung der Verhütung von Arbeitsunfällen durch den Arbeitgeben gefordert wird.[1]
  • Wohnungskündigung, etwa wenn ein einzelnes Mitglied einer Hausgemeinschaft im Verdacht steht, Drogen zu handeln.[2]
  • Entzug des Umgangsrechts zu Kindern [3], wenn man Drogenabhängig ist oder privaten Umgang mit der Drogenszene pflegt.
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