Als Drogen-Epidemie wird das zeitlich- und örtlich-begrenzte Auftreten von Drogen-bedingten Erkrankungen, insbesondere Drogen-Abhängigkeit, bezeichnet. Sie zeichnen sich insbesondere durch einen rasanten Anstieg und späteren Abfall der Drogen-bedingten Erkrankungen aus.

Der Begriff der Drogen-Epidemie ist umstritten, da es sich bei Drogen-bedingten Erkrankungen nicht um Infektionskrankheiten im engeren Sinne handelt. Auffällig ist das "Droge-Epidemien" historisch nur bei illegalen Drogen aufzutreten scheinen, weshalb z.T. der Verdacht besteht, dass es sich mehr um "moral panics" handelt.

Von Drogen-Epidemien abzugrenzen sind Drogen-Endemien, bei denen Drogen-bedingte Erkrankungen in einem zeitlich unbegrenzten Rahmen auftreten, d.h. die Anzahl der Drogen-bedingten Erkrankungen bleibt über einen längeren Zeitraum relativ konstant. Letzteres betrifft insbesondere die Drogen Ethanol, Tabak und Cannabis. Euphemistisch wird hierbei oft von Volksdrogen gesprochen.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Opium-Epidemie im China des 18. und 19. Jahrhunderts. (vgl. Opium-Kriege)
  • Alkohol-Epidemie in den USA während der Prohibitionszeit (1920-1933) (Hauptsächlich bedingt durch Giftstoffe im illegalen Alkohol)
  • Heroin-Epidemie in der westlichen Welt in den 1960ern bis 1980ern
  • Crack-Epidemie in den USA zwischen den frühen 1980ern und frühen 1990ern
  • Meth-Epidemie in den USA zwischen den 1990ern und 2000ern
  • Opioid-Epidemie in den USA seit den späten 1990er-Jahren.
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