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Clonazolam (auch Clonitrazolam) ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine.

Er wurde erstmals 1971 synthetisiert, kam aber erst in den letzten Jahren als Research Chemical in Form von Pellets, Blotter oder Pulver auf den Markt. Da Clonazolam nie von einem Pharmaunternehmen beachtet wurde, war bis zu diesen Zeitpunkt nichts über den menschlichen Konsum bekannt.

Er gilt als eines der potentesten Benzodiazepine, weshalb es ein hohes Abhängigkeitspotenzial und eine schnelle Toleranzentwicklung besitzt.


Dosierung[]

Da Clonazolam von jedem Händler eine andere Qualität aufweist, sind genaue Dosierungsangaben schwierig. Es ist möglich, dass die gleiche Dosierung bei Ware X stärker wirkt, als bei Ware Y. Deshalb: Immer mit der niedrigsten Dosis anfangen!


Erste Effekte: 50-75µg (Mikrogramm)

Leichte Wirkung: 75-200µg

Normale Rauschdosis: 0,2-0,4mg

[Nur für erfahrene Konsumenten] Starke/Sehr starke Wirkung: 0,5mg+


Wirkungen[]

Clonazolam wirkt stark sedierend, angstlösend (anxiolytisch), muskelrelaxierend und hypnotisch. Darüber hinaus kann es zu Euphorie und Enthemmung kommen.


Die Wirkung setzt oral nach 15-45 Minuten ein und hält 6-10 Stunden an.

Nachwirkungen sind bis zu 24 Stunden nach dem Konsum möglich!


Nebenwirkungen[]

[Da es sich um eine wenig erforschte Substanz handelt, kann es zu unvorhersehbaren Kurz- und Langzeitfolgen kommen!]


Kurzzeitfolgen[]

Möglich sind motorische Schwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, paradoxe Effekte (Angstgefühle, Schlaflosigkeit etc.).

Es kann aber auch zu einem Kater am nächsten Tag, Schwindel und Amnesie (Blackouts) kommen.

Langzeitfolgen[]

Wie bei jedem Benzodiazepin kann es mit der Zeit zu einer starken Abhängigkeit kommen. Es sollte hierbei ein "warmer Entzug" (langsam runterdosieren) im klinischen Setting erfolgen, da der Entzug womöglich lebensgefährlich sein kann.


Rechtsstatus[]

Clonazolam unterliegt in Deutschland dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), nicht aber dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

siehe auch[]

GABAergika
Wechselwirkung Vertreter Häufige Wirkstoffgruppe
GABA-Agonist GABA, GBL, GHB, Muscimol(Fliegenpilz, Prämuscimol), Phenibut
Barbiturate Hypnotika
(veraltet)
Addiktiva
Barbitursäure, Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Butabarbital, Butalbital, Cyclobarbital, Heptabarbital, Pentobarbital, Phenobarbital, Secobarbital, Vinylbital
Thiobarbiturate
Thialbarbital, Thiobarbital, Thiopental
Z-Drugs Hypnotika
Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon
GABA-Antagonist Thujone(Wermut, Absinth)
GABA-Verstärker Valerensäure(Echter Baldrian), Chloralhydrat, Ethanol(Ethanolische Getränke), Methaqualon, Propofol, Baicalin & Baicalein (Blaues Helmkraut, Baikal-Helmkraut, Sumpf-Helmkraut)
Benzodiazepine Anxiolytika
Sedativa
Hypnotika
Addiktiva
Alprazolam, Bentazepam, Bromazepam, Brotizolam, Clobazam, Clonazolam, Chlordiazepoxid, Clonazepam, Clorazepat, Clotiazepam, Delorazepam, Diazepam, Etizolam, Flunitrazepam, Flurazepam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam Phenazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam
GABA-Schwächer Beta-Carboline‎
GABA-Transaminase-Hemmer Rosmarinsäure(Melisse)
Mischkonsum mit
GABAnergika, Uppern, Dissoziativa, Opioiden, Psychedelika