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Bromazepam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine welcher seit 1974 zugelassen ist. Er besitzt eine lange Wirkdauer sowie angstlösende und beruhigende Eigenschaften.

Eingesetzt wird Bromazepam in der Therapie von akuten/chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen.

Seine Effekte beruhen auf der Bindung an GABA-A-Rezeptoren und der Verstärkung der GABAergen Hemmung.


Dosierung[]

Die Behandlung mit Bromazepam startet bei 3mg täglich, kann bei schweren Erkrankungen bis auf 12mg erhöht werden.

(Die Äquivalenzdosis zu 10mg Diazepam entsprechen 6mg Bromazepam.)


Wirkung[]

Eine Stunde nach der Einnahme hat Bromazepam seine maximale Konzentration erreicht.

Es tritt eine spannungs-, erregungs- und angstdämpfende sowie muskelrelaxierende Wirkung auf. Darüber hinaus kommt es zu leicht sedierenden und hypnotischen Effekten.

Die Halbwertszeit liegt bei 15-28h.


Nebenwirkungen[]

Kurzzeitfolgen[]

Häufig[]

  • Niedergeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit/Schläfrigkeit
  • Gedächtnisverlust
  • Mattigkeit
  • Benommenheit
  • Vermindertes Reaktionsvermögen
  • Kopfschmerzen

Selten[]

  • Appetitzunahme
  • Änderung der sexuellen Bedürfnisse
  • Schwindelgefühl
  • Atemdepression
  • Übelkeit
  • Diarrhoe
  • Mundtrockenheit
  • Muskelschwäche
  • Blutdruckabfall

Sehr selten[]

  • Allergische Hautreaktionen


Langzeitfolgen[]

  • Wie bei jedem Benzodiazepin kann es auch bei Bromazepam zu einer körperlichen sowie psychischen Abhängigkeit kommen. Der Entzug sollte unbedingt in einem stationären Rahmen erfolgen, da er ansonsten tödlich enden kann.
  • Bei der Einnahme über einen längeren Zeitraum kann es zu paradoxen Effekten kommen d.H., dass nach der Einnahme Symptome wie Angst, Unruhe, Erregung etc. auftreten können.

siehe auch[]

GABAergika
Wechselwirkung Vertreter Häufige Wirkstoffgruppe
GABA-Agonist GABA, GBL, GHB, Muscimol(Fliegenpilz, Prämuscimol), Phenibut
Barbiturate Hypnotika
(veraltet)
Addiktiva
Barbitursäure, Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Butabarbital, Butalbital, Cyclobarbital, Heptabarbital, Pentobarbital, Phenobarbital, Secobarbital, Vinylbital
Thiobarbiturate
Thialbarbital, Thiobarbital, Thiopental
Z-Drugs Hypnotika
Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon
GABA-Antagonist Thujone(Wermut, Absinth)
GABA-Verstärker Valerensäure(Echter Baldrian), Chloralhydrat, Ethanol(Ethanolische Getränke), Methaqualon, Propofol, Baicalin & Baicalein (Blaues Helmkraut, Baikal-Helmkraut, Sumpf-Helmkraut)
Benzodiazepine Anxiolytika
Sedativa
Hypnotika
Addiktiva
Alprazolam, Bentazepam, Bromazepam, Brotizolam, Clobazam, Clonazolam, Chlordiazepoxid, Clonazepam, Clorazepat, Clotiazepam, Delorazepam, Diazepam, Etizolam, Flunitrazepam, Flurazepam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam Phenazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam
GABA-Schwächer Beta-Carboline‎
GABA-Transaminase-Hemmer Rosmarinsäure(Melisse)
Mischkonsum mit
GABAnergika, Uppern, Dissoziativa, Opioiden, Psychedelika