Calea ternifolia

Aztekisches Traumkraut (Calea ternifolia, früher Calea zacatechichi) ist eine hypnotische und oneirogene Pflanze aus Mexiko.

Konsum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darreichungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Pflanze werden die Blätter und Stengel verwendet, welche vor der Fruchtreife geerntet werden.

Zum Konsum wird das Kraut etwa als Tee getrunken und/oder geraucht, wobei die üblichen Dosierungen von 25g bis 60g des Krautes reichen sollen. Der Geschmack ist sehr bitter.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze soll den Schlaf fördern (Hypnotikum) und Träume intensiver und bedeutungsvoller erscheinen lassen, sowie die Traumerinnerung unterstützen (Oneirogen). Im Wachen werden auch ein klareres Denken, eine intensivere Wahrnehmung des Herzschlages und eine Verstärkung von Hypnagogie beschrieben. Die Wirksamkeit gilt aber z.T. auch als unzuverlässig.

Traditionell zieht man sich nach dem Konsum in einen dunklen Raum oder ein Bett zurück, damit sich die schwache Wirkung entfalten kann. Die Wirkung soll nach etwa einer halben Stunde einsetzen.

Wirkstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traumkraut (Calea) enthält verschiedene Sesquiterpenlactone (Zacatechinoloid, Germacren und Caleocromen), die für den bitteren Geschmack verantwortlich sind. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavone und ein bisher nicht identifiziertes Alkaloid. Des Weiteren wurden Furanon-artige Heliangolide in der Pflanze nachgewiesen. Noch ist nicht ausreichend erforscht, welcher Stoff für die psychoaktive Wirkung verantwortlich sein könnte. Aufgrund der verwendeten Zubereitungen wird davon ausgegangen, dass dieser in Wasser und Ethanol löslich ist.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze wird auch als Aztekisches Traumgras, Zacatechichi oder Bittergras bezeichnet. Vermutlich ist die Pflanze mit Chichixihuitl identisch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Curanderos der Chontal-Indianern aus Oaxaca, Mexiko, kennen die Pflanze als Thle-pela-kano und nutzen sie für Oneiromatie und als Mittel, um wahrsagerische Visionen zu erhalten. Nebe n dem Tee und dem Rauchen sollen sie das Kraut auch unter das Kopfkissen legen, um eine Wirkung zu erzielen.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwandte Drogen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oneirogene
Biogen Pflanzen Calea ternifolia, Entada rheedii, Salvia divinorum, Silene undulata
Wirkstoffe Galantamin
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