Das Antidot, Antidoton (von griechisch αντίδοτον, aus αντί = gegen und δίδωμι = geben) oder Gegengift bezeichnet man stoffliche Gegenmittel bei Vergiftungen.

Opioide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Opioid-Vergiftungen werden üblicherweise Opioid-Antagonisten, wie Naloxon und Naltrexon, als Gegenmittel gegeben. Diese Binden an Opioid-Rezeptoren und blockieren sie so für andere Opioide, sowohl körperfremde als auch für körpereigene, und heben so deren Wirkung auf.

Bei körperlich Abhängigen kann die Gabe von zu viel eines Opioid-Antagonisten ein schweres Abstinenzsyndrom auslösen, ohne Abhängigkeit hingegen gibt es kaum spürbare Nebenwirkungen.

Es ist umstritten ob Opioid-Antagonisten auch an medizinische Laien abgegeben und von ihnen verwendet werden sollten. Einerseits lässt sich mit ihnen einfach die bei Opioid-Überdosis lebensbedrohliche Atemdepression abwenden, andererseits kann es bei Abhängigen durch das Abstinenzsyndrom zu Komplikationen kommen, Betroffene können etwa die Kontrolle über ihren Körper verlieren, sich dadurch verletzten, sich Erbrechen oder Fremdkörper einatmen, was Lungenödem zur Folge haben kann. Die meisten Betroffenen reagieren auch äußerst negativ auf die Gabe, da es sie innerhalb weniger Minuten von einem Glückszustand in einen Unglückszustand versetzt.

In Kalifornien (USA) ist etwa der Verkauf von Naloxon-Autoinjektoren legalisiert und in vielen US-Bundesstaaten sind auch Polizisten mit solchen ausgerüstet.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.