Zuerst zu mir:


30,Job,Freundin & immer ein Interesse an Meditation und Themen außerhalb der uns bekannten Realität.


Anfang 2020 habe ich mich entschieden DMT selbst herzustellen und das mit Erfolg.

Ich habe DMT sicherlich an die 50-60 mal genutzt und durchweg positive Erfahren gemacht. Irgendwo zwischen dem 20 und den 30ten mal hatte ich dann auch meinen Egodeath. Ich hatte zwar sehr geweint und dergleichen aber es grundsätzlich es als positive Erfahrung eingestuft. Mein anschließendes Verhalten hat sich verbessert, ich wurde noch achtsamer mit meiner Familie und meiner Freundin zB. Dies hat sich alles zwischen Feb und Nov 2020 abgespielt.


Dez 2020 hatte ich dann beim Konsum direkt meine erste NTE.

Kein leichtes reinrutschen, kein gutes Feeling sondern sofort die Gewissheit ich habe es verkackt. Ich habe in meinem Leben noch nie so eine gewaltige und erschütternde Erfahrung gemacht wie bei diesem mal. Ich sah meine Freundin an meiner Leiche, Sanitäter wollten mich reanimieren und ich musste an all die Menschen denken die ich nie wieder sehen werde. Immer wieder der Gedanke, was für eine verantwortungslose Art zu sterben. 

Wie kannst du das deinen Lieben antun?


Sprichwörtlich als ob man dir den Boden unter den Füßen wegzieht. Dieses Gefühl ist so unfassbar Final das ich es kaum in Worte fassen kann. So grausam hat sich das angefühlt. Zu wissen das es vorbei ist und keinen Weg zurück gibt. Zum Glück war es dann nicht so, ich bin nach und nach wieder an meinen Sessel angekommen und war wieder in dieser Realität.

Anschließend habe ich den Konsum bis Mai 2021 eingestellt. Tatsächlich musste ich oft daran denken und seitdem hat der Tod auch eine andere Bedeutung. Wenn ich den Tod im Fernsehen sehe, jemand aus der Bekanntschaft das zeitliche gesegnet hat...Ja sogar wenn ich in einem Playstation spiel sterbe, kommt diese Erinnerung wieder wie es sich für mich angefühlt hat.


Letzten Endes bin ich ein neugieriger Mensch der Weisheit sucht. Mich hat die Neugier dann wieder gepackt und trotz meines mulmigen Gefühls es würde wieder passieren rauchte ich in meiner Pfeife. Das Gefühl hat sich letztendlich bewahrheitet und trotz weitaus geringerer Dosis.


Dieses Gefühl zu wissen das es nicht mehr weitergeht und hier und heute auf meiner Terrasse endet war erschlagend.


Jedoch habe ich mich beim zweiten mal damit abzufinden. Sozusagen es versucht zu steuern. Da ich in mir drin wusste das es wieder passiert war die Situation weitaus greifbarer für mich. Selbstverständlich grauenvoll aber nicht in dem Maß wie beim ersten mal.


Jetzt komme ich zu meiner Theorie des ganzen:


Ich denke das das Gehirn nur eine begrenze Zahl an solchen DMT Erfahrungen aushalten kann.

Die 50-60 male davor war es wundervoll. Ich habe viel gelernt und es einfach gefeiert.


Nun bin ich mir aber sicher das mein Kontingent an positiven DMT Erfahrungen erschöpft ist. Letzten Endes nimmt man immer aus den Negativen Erfahrungen das meiste mit.

Nämlich das es wichtig ist, ein gutes Leben zu leben, deine Mitmenschen zu lieben und immer achtsam zu sein.

Versuch dir nur im Entferntesten vorzustellen was es für dein Umfeld bedeuten wurde jetzt auf der Stelle sofort zu sterben. Kombiniere das Gefühl nun mit der absoluten Gewissheit die man hat, wenn zB. ein Weinglas kurz davor ist, auf dem Boden zu fallen und du nichts dagegen tun kannst es aber gewiss ist.

Hat jemand solche Erfahrungen gemacht? Ich spreche nicht von den leichten Usern oder anderen Drogen. Ich spreche hier heavy user an die vermeintlich dachten das sie wissen was sie tun.


Ich würde gerne mit jemand darüber reden der das selbe erfahren hat.

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